Monatsspruch Mai

 „Oder habt ihr etwa vergessen, dass euer Körper ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den euch Gott gegeben hat? Ihr gehört also nicht mehr euch selbst.“

(1.Kor 6,19 (HfA))

Der Vers ist eine ganz schön provokative Aussage in Zeiten von Parolen wie „Mein Körper gehört mir!“. In meinen Ohren klingen sofort die Alarmglocken: Achtung! Wer will dich hier versklaven?! Aber was ist damit eigentlich gemeint?

  1. Der Körper soll niemandem gehören, der es schlecht mit uns meint. Im Gegenteil, Gottes Absichten sind so gut für uns! Er nennt uns sogar seine Kinder. Gott ist der Vater wie er sein sollte und würde uns nie misshandeln. Apropos: Wie gehen wir eigentlich so mit unserem Körper um? Welchen Raubbau betreiben wir an ihm mit dem ganzen Stress, den wir uns aufhalsen, den Medikamenten, die wir einnehmen, dem Fastfood, das wir in uns gedankenlos hineinstopfen? Kann es sein, dass dieser Gott es mit uns besser meint, als wir mit uns selbst? Das wäre ja echt erstaunlich…
  2.  Das ganze beruht auf Freiwilligkeit und Hingabe. Gott nimmt nicht einfach so Besitz von uns. Er wartet auf unsere Zustimmung. Er liebt uns und sehnt sich so sehr nach Gemeinschaft mit uns, nach einer Beziehung, aber er wartet darauf. Wenn wir ihn als unseren Retter und Herrn annehmen, seine absolute Liebe erfahren, entsteht aus Dankbarkeit Faszination und es kann auch in uns eine Liebe für Gott wachsen. Eine Liebe, die das Zusammensein mit Gott genießt, keine Geheimnisse voreinander haben und alles voneinander wissen will. Menschen haben vielleicht eine Angebetete oder einen Angebeteten, dem sie sich ganz hingeben und ihr Leben nach deren Wünschen gestalten würden, um mit der Person zusammen sein zu können. Paulus sagt in dem Vers, dass wir Gott mit unserem Körper anbeten können, ja wir geradezu eins mit Gott sein dürfen. Das hat schon fast etwas Erotisches. Aber das ist eine Seite, die wir an Gott entdecken können.

Wir halten heute große Stücke auf unsere Freiheit. „The American Dream“ ist nicht nur ein Ideal in Übersee. Dabei übersehen wir oft, dass es die absolute Freiheit, also Unabhängigkeit, wie wir sie uns vorstellen, eigentlich gar nicht existiert. Wir sind immer von irgendjemandem abhängig, unterstellen uns (vielleicht auch selbstgemachten) Idealen und Wertvorstellungen, sind verstrickt in Süchten. Wenn wir uns Jesus Christus unterstellen, ist das die größtmögliche Freiheit, die wir als Menschen haben können. Er ist ein gnädiger Herrscher und liebevoller Bräutigam der es mit genau dir persönlich gut meint und bereits alles dafür getan hat, dass ihr zusammen sein könnt.

(G. Kuhl)

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.