Monatsspruch Oktober

Wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.  (2. Korinther 3, 17)

„Euer Gott stellt so viele Regeln auf!“ oder „Ich will mich nicht an so viele Vorschriften halten müssen.“ Solche oder ähnliche Sätze bekommt man als Nachfolger Jesu häufig zu hören. Eins der Hauptargumente, sich nicht auf ein Leben mit Jesus eizulassen, ist, dass man da ja die Kontrolle über sein eigenes Leben verlieren würde, weil so viele Regeln aufgestellt werden. Aber mal ehrlich, wer stellt denn in unserem Leben Regeln auf? Ins Theater geht man nicht in Jogginghose! Frage den Nachbarn nicht nach seinem Gehalt. Auf die Frage, wie es einem gehe, antwortet man mit „Gut!“. Steige auf der Karriereleiter so hoch wie möglich! …. Sind das nicht die Regeln, an denen wir unseren Alltag ausrichten? Irgendwann hat sie mal irgendwer in unserer Gesellschaft aufgestellt und wir wollen keine falschen Blicke auf uns ziehen, also richten wir uns danach, um immer dazuzugehören und nicht negativ aufzufallen. Ist das Freiheit?

Paulus, von dem der Satz aus 2. Korinther stammt, beschreibt, dass wir in Gottes Gegenwart Freiheit erleben, dort wo er, wo sein Geist ist. Gott möchte uns frei machen von den Regeln und Vorschriften, die uns die Gesellschaft aufdrückt. Er sagt, wir sind wertvoll egal mit welcher Hose oder welcher Laune. Damit haben wir das wichtigste überhaupt zugesprochen bekommen: Du bist geliebt! Daran kannst du auch nichts ändern. Du lebst! – Das bedeutet: Gott liebt dich. Du kannst dir deine Anerkennung nicht erarbeiten. Das befreit – mich zumindest ungemein. Dann kann ich mich immer wieder von Gottes Geist bestimmen lassen und bin frei, Dinge so zu tun oder eben auch zu lassen, wie ich es will. So wünscht sich Gott das zumindest von uns. Doch viel zu häufig lassen wir uns von anderen wieder vorschreiben, wie wir uns verhalten sollen. Dann können wir immer wieder zu Gott kommen und ihn um seinen Geist der Freiheit bitten.

Ich bin dankbar, dass wir in Freiheit leben können. Und ich bete, dass noch viele diese Freiheit im Glauben erkennen können und sich nicht vom Bild von Gott mit den vielen Gesetzen von einem Leben mit diesem tollen Gott abschrecken lassen. Denn: „Wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.“!

(M.Struck)

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Monatsspruch September

Gott spricht: Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte. (Jeremia 31,3)

Was für eine Liebeserklärung!
Diese Liebeserklärung geht an das Volk Israel als es nach Babylon weg geführt wurde. Gottes Volk wird gerade in Babylon gefangen gehalten und versklavt. Und genau in dieser Zeit spricht Gott davon, dass er sein Volk liebt. Klingt das nicht etwas ironisch bei allem, was seine Leute gerade durchmachen müssen? Gott lässt dem Volk Israel seien Zorn für ihre faschen Wege spüren und lässt die Wegführung Israels durch seinen Propheten Jeremia ankündigen und auch durch den babylonischen König Nebukadnezar vollziehen. Das soll Liebe sein? Ich glaube, dass Gottes Plan größer ist als wir es uns vorstellen können. Im gesamten Kapitel 31 redet Gott davon, wie er sein Volk wieder zusammenführen und einen neuen Bund errichten wird. Und wie wir heute wissen hat Gott sein Versprechen gehalten. Gott ist Liebe. (1.Joh. 4,16) Auch sein Zorn ist aus Liebe motiviert und nicht aus Bosheit oder Willkür. Er liebt nicht nur, sondern Er ist Liebe und erfüllt seinen guten Plan. Deshalb diese Zusage von Gott: „Ich liebe dich und habe dich schon immer geliebt!“
Diese Liebeserklärung geht genauso auch an uns. Egal was wir gerade tun oder wie es uns geht, Gott liebt uns. Du musst nichts Besonderes vollbracht haben, du musst nichts vorzeigen können, du musst nicht besonders „fromm“ sein, du musst nicht erst perfekt sein….Gott liebt dich einfach. Und das war schon immer so und wir auch immer so bleiben. Das ist für uns Menschen ziemlich schwer zu verstehen. Wir suchen immer nach Gründen warum wir einen Menschen oder eine Sache lieben. Bei Gott ist das anders. Er stellt keine Ansprüche und Anforderungen sondern nimmt uns so an, wie wir sind. Deshalb dürfen auch wir hören: „Ich liebe dich und habe dich schon immer geliebt!“

(S. Gerhardt)

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Monatsspruch Juli

„Der Herr gab zur Antwort: Ich will meine ganze Schönheit vor dir vorüberziehen lassen und den Namen des Herrn vor dir ausrufen. Ich gewähre Gnade, wem ich will, und ich schenke Erbarmen, wem ich will.“ (2.Mose 33,19)

Fragst du dich manchmal, warum du in die Kirche oder Gemeinde gehst? Wäre es nicht viel einfacher, wie die anderen, die keine Christen sind, zu leben? Keine Verpflichtungen, mehr Zeit für sich, man braucht auch kein Geld zu spenden. Wie kann ich mir mit absoluter Gewissheit überhaupt so sicher sein, dass es Gott wirklich gibt?
Wenn du schon einmal solche Gedanken hattest oder dich die Zweifel mal wieder zu verschlingen drohen, dann lies 2. Mose 33. Was für ein Text. Da ist dieser Mose, der nach viel Hadern und Umwegen auf Gott gehört und ihm vertraut hat und so das Volk Israel aus Ägypten und 40 Jahre durch die Wüste geführt hat. 40 Jahre – eine gigantische Zeit. Ich werde schon ungeduldig, wenn ich eine halbe Stunde beim Arzt warten muss. Aber 40 Jahre. Wow. Aber das ist es nicht, was mich an dem Text so fasziniert. Es ist die Beziehung, die Mose zu Gott hat. Da steht, sie redeten von Angesicht zu Angesicht, wie Freunde miteinander reden (Vers 11), und Gott sagt zu Mose: „Ich habe dich gnädig angenommen und kenne dich ganz genau!“ (Vers 17). Was ist das bitte für eine Beziehung? Das ist der Hammer. So etwas will ich auch. Ich will auch so ein Zelt und dann kommt die Rauchsäule und ich weiß, Gott ist da und er hört mir zu und ich höre ihn reden. Das wäre doch was. Dann hätte ich keine Zweifel mehr. Aber wäre das wirklich so? Das Volk Israel hat immer gesehen, dass die Rauchsäule über dem Eingang des Zeltes stand, wenn Mose mit Gott redete. Und dennoch haben sie gezweifelt und Mose und Gott misstraut.
Und Mose? Auch er will mehr. Er will Gottes Herrlichkeit sehen. Wir Menschen neigen dazu, immer mehr zu wollen. Wir gewöhnen uns an Dinge und nehmen sie als gegeben hin. Gott offenbart sich Mose und zeigt ihm seine Herrlichkeit. Und wenn ich das lese, dann weiß ich, dass ich mit allem, was mich bedrückt, zu Gott kommen kann und er sich meiner annimmt, weil ich ihm wichtig bin. Was Mose erfahren hat, ist schier einzigartig und wunderbar. Gott erbarmt sich über ihn. Aber geht es uns heute nicht noch viel besser? Haben wir wirklich Grund, neidisch auf Mose zu sein? Gott hat seinen Sohn für dich geopfert, ihn töten lassen, er hat sich selbst erniedrigt, um mit dir eine noch viel innigere Beziehung als mit Mose haben zu können. Das ist doch unglaublich. Gott hat uns errettet, er hat sich über uns erbarmt. Und wir mussten kein Volk aus Ägypten führen oder 40 Jahre warten. Nein, wir bekommen es geschenkt – das ist Gnade. Das ist unser wunderbarer Gott. Wenn dich also Zweifel überfallen, wenn du denkst, dass ein Leben mit Gott Ballast ist, dann lies 2.Mose 33 und staune über unseren lebendigen Gott.

(C. Kuhl)

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Monatsspruch Juni

„Meine Stärke und mein Lied ist der Herr, er ist für mich zum Retter geworden.“

2. Mose 15,2a (E)

Dieser Vers stammt aus dem Lied des Mose, das er für Gott singt. Mose preist Gott für seine großen Taten, die er dem Volk Israel gezeigt hat. Kurz zuvor hatte Gott das Schilfmeer geteilt, sodass die Israeliten trockenen Fußes hindurchgehen konnten (vgl. 2. Mose 14). Das ägyptische Heer, das die Israeliten verfolgte, ertrank im Schilfmeer. Nun haben die Israeliten allen Grund, Gott zu loben und ihm ein Lied zu singen. Gott hat sich als ihre Stärke erwiesen. Es war nicht Mose, der die Wassermassen aufgehalten hat, und auch nicht das Volk. Es war Gott! Durch diese Aktion ist Gott zum Retter für die Israeliten in einer ausweglosen Lage geworden.

Einige tausend Jahre später ist Jesus, Gottes Sohn, Israelit geworden. Er hat uns aus unserer ausweglosen Lage, der Trennung von Gott durch unsere Schuld, befreit. Er ist am Kreuz gestorben und hat da alle unsere Schuld auf sich genommen. Damit wurden wir frei von unserer Schuld. Dann ist er auferstanden und zurück zu Gott gegangen. Jesus wird wieder auf die Erde zurückkommen als Richter. Wenn du ihm deine Schuld sagst und um Vergebung bittest, dann wird er dir vergeben und damit auch für dich zum Retter werden (vgl. 1. Johannes 1,9). Dann brauchst du keine Angst vor dem Gericht zu haben, denn Jesus hat alles für dich getan und du wirst in Ewigkeit bei Gott leben.

Ist Jesus schon dein persönlicher Retter?

(D. Schmidt)

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Monatsspruch Mai

 „Oder habt ihr etwa vergessen, dass euer Körper ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den euch Gott gegeben hat? Ihr gehört also nicht mehr euch selbst.“

(1.Kor 6,19 (HfA))

Der Vers ist eine ganz schön provokative Aussage in Zeiten von Parolen wie „Mein Körper gehört mir!“. In meinen Ohren klingen sofort die Alarmglocken: Achtung! Wer will dich hier versklaven?! Aber was ist damit eigentlich gemeint?

  1. Der Körper soll niemandem gehören, der es schlecht mit uns meint. Im Gegenteil, Gottes Absichten sind so gut für uns! Er nennt uns sogar seine Kinder. Gott ist der Vater wie er sein sollte und würde uns nie misshandeln. Apropos: Wie gehen wir eigentlich so mit unserem Körper um? Welchen Raubbau betreiben wir an ihm mit dem ganzen Stress, den wir uns aufhalsen, den Medikamenten, die wir einnehmen, dem Fastfood, das wir in uns gedankenlos hineinstopfen? Kann es sein, dass dieser Gott es mit uns besser meint, als wir mit uns selbst? Das wäre ja echt erstaunlich…
  2.  Das ganze beruht auf Freiwilligkeit und Hingabe. Gott nimmt nicht einfach so Besitz von uns. Er wartet auf unsere Zustimmung. Er liebt uns und sehnt sich so sehr nach Gemeinschaft mit uns, nach einer Beziehung, aber er wartet darauf. Wenn wir ihn als unseren Retter und Herrn annehmen, seine absolute Liebe erfahren, entsteht aus Dankbarkeit Faszination und es kann auch in uns eine Liebe für Gott wachsen. Eine Liebe, die das Zusammensein mit Gott genießt, keine Geheimnisse voreinander haben und alles voneinander wissen will. Menschen haben vielleicht eine Angebetete oder einen Angebeteten, dem sie sich ganz hingeben und ihr Leben nach deren Wünschen gestalten würden, um mit der Person zusammen sein zu können. Paulus sagt in dem Vers, dass wir Gott mit unserem Körper anbeten können, ja wir geradezu eins mit Gott sein dürfen. Das hat schon fast etwas Erotisches. Aber das ist eine Seite, die wir an Gott entdecken können.

Wir halten heute große Stücke auf unsere Freiheit. „The American Dream“ ist nicht nur ein Ideal in Übersee. Dabei übersehen wir oft, dass es die absolute Freiheit, also Unabhängigkeit, wie wir sie uns vorstellen, eigentlich gar nicht existiert. Wir sind immer von irgendjemandem abhängig, unterstellen uns (vielleicht auch selbstgemachten) Idealen und Wertvorstellungen, sind verstrickt in Süchten. Wenn wir uns Jesus Christus unterstellen, ist das die größtmögliche Freiheit, die wir als Menschen haben können. Er ist ein gnädiger Herrscher und liebevoller Bräutigam der es mit genau dir persönlich gut meint und bereits alles dafür getan hat, dass ihr zusammen sein könnt.

(G. Kuhl)

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Monatsspruch April

Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht.

(1.Petrus 2,9 (L) )

Lieber Petrus,

du schreibst den Christen in den Provinzen Pontuis, Glatien, Kappadozien, Asia und Bithynien, dass sie das auserwählte Geschlecht sind. Also in unsere heutige Zeit passt das ja mal so gar nicht mehr. Du schreibst „das auserwählte Geschlecht“. Das bedeutet ja, dass es nur eins gibt. Also heute kann man solche absoluten Aussagen nicht mehr machen. Man entscheidet sich heute nicht mehr nur für eine Option und schließt alle anderen aus. Wir brauchen heute immer mehr als eine Möglichkeit und müssen uns selbst, wenn wir uns entscheiden, immer noch mindestens einen Plan B offenhalten. Das ist heute so; das wird von uns verlangt. Aber lass mich mal weiterlesen. Du schreibst als nächstes von der königlichen Priesterschaft. Also Priester, die gibt es noch in der katholischen Kirche und die haben das Zölibat. Du warst doch auch verheiratet, wie passt das denn zusammen? Wir sind Priester aber du nicht? Also das verstehe ich irgendwie nicht. Und warum eigentlich „königliche Priesterschaft“? In Deutschland haben wir schon lange keinen König mehr und mit den Königshäusern, die es noch so in Europa gibt, habe ich doch nichts zu tun.

Das Volk des Eigentums. Also Eigentum das klingt immer gut; darüber definieren wir uns heute in unserer Gesellschaft. Also dazu kommt natürlich noch unsere Leistung, aber Eigentum ist sehr wichtig. Kennst du nicht das Sprichwort: „Haste was, dann biste was?“ Achso, das stammt ja nicht aus der Bibel, kannst du also nicht kennen.

Wie und jetzt gibst du uns auch noch einen Auftrag? Wir sollen Wohltaten verkündigen. Also wenn ich erzählen soll, was ich alles Gutes gemacht habe – kein Problem. Ich weiß doch was ich gemacht habe. Aber du meinst, dass ich die Wohltaten von einer anderen Person verkündigen soll. Das geht ja mal gar nicht. Das würde mich ja in den Schatten stellen. Das kannst du doch nicht von mir verlangen! Und was soll der gemacht haben? Uns von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht berufen haben? Also ich weiß ja das du vor ca. 2000 Jahren gelebt hast, und dass es da noch nicht so technisiert war wie heute. Also Finsternis gibt es bei uns in Deutschland schon lange nicht mehr. Na gut vorletzte Woche war die Earth Hour, da war es schon recht dunkel, aber nur für eine Stunde. Und wunderbares Licht, ich weiß ja, dass du da nicht so viel von Wissen kannst, aber wir haben heute LEDs und die modernen LED-Strahler, da gibt es RGBA und RGBW-Strahler und dann kann man da die unterschiedlichsten und wunderbarsten Lichtfarben mischen. Dagegen sind die Fackeln, die du kennst wie ein Streichholz. Also mit uns heute in Deutschland kann das nicht viel zu tun haben. Nur gut, dass du den Brief nicht nach Deutschland geschrieben hast.

Ähm, warum steht der eigentlich in der Bibel? Also die Bibel ist ja Gottes Wort. Aber was interessiert mich denn was Gott damals durch dich den Gemeinden in den Provinzen schreiben ließ?

Also mein lieber Petrus, über Antworten würde ich mich schon freuen. LG aus der Lichtstadt.

Daniel

 

Lieber Daniel,

Danke, dass du dir Zeit genommen hast, mir zu schreiben. Ich möchte versuchen dir meine Aussage von damals etwas näher zu bringen:

Gott hat seinen Sohn Jesus zu uns auf die Erde gesandt. Er wurde von einer Jungfrau geboren. Das kannst du bei Gelegenheit mal im Lukasevangelium Kapitel 2 nachlesen. Jesus hat auf dieser Erde gelebt. Ich war einer seiner Jünger. Er hat mich damals berufen, also gesagt, ich soll mit ihm mitkommen und nicht mehr Fische fangen, sondern Menschen für ihn gewinnen (vgl. Matthäus 4,19). Ich bin mit ihm gut 3 Jahre unterwegs gewesen. Irgendwann haben ihn die Römer dann gefangen genommen und gekreuzigt (vgl. Matthäus 26 + 27). Wir dachten damals, jetzt ist alles aus und wir haben 3 Jahre unseres Lebens verschenkt. Aber er ist auferstanden (vgl. Matthäus 28,6). Das feiert ihr an Ostern. Und ich habe ihn persönlich mehrfach nach seiner Auferstehung gesehen. (vgl. Johannes 21+22) Er gab uns Jüngern den Auftrag gehet hinaus in alle Welt und machet zu Jüngern alle Völker. Das kannst du in Matthäus Kapitel 28 nachlesen. Und wir haben es gemacht. Ich habe verschiedene Gemeinden besucht. Irgendwann wurden wir Christen genannt, weil wir Jesus Christus nachgefolgt sind. Christus heißt Retter. Und nach dieser langen Einleitung nun zur Erklärung: Gott hat uns auserwählt! Er hat sich entschieden und auch wenn wir ihn nicht verstehen, ich habe ihn ja auch nicht immer verstanden, er ist so krass drauf, dass er sich entscheidet und das absolut. Wenn du an ihn glaubst und ihn um Vergebung deiner Sünden bittest, dann ist er treu und gerecht, sodass er sie dir vergibt und dich als sein Kind annimmt (vgl. 1.Johannes 1,9). Er ist der der König der Welt. Damals hat man an sein Kreuz ein Schild mit „König der Juden“ genagelt. Das war nicht falsch, aber er ist nicht nur der König der Juden, sondern der ganzen Welt. Deshalb verwende ich das Wort königlich. Die Frage nach den Priestern ist auch ganz einfach. Schau dir mal in den Mosebüchern die Priester an. Die waren auch verheiratet. Also warum sollte ich da nicht verheiratet sein? Nur weil das heute in der katholischen Kirche anders ist, heißt das ja nicht, dass ich was falsch gemacht habe.

Tja und das mit dem verkündigen von Gottes Wohltaten, das ist eine Aufforderung, aber das kommt von ganz alleine, wenn du dir mal bewusst machst, was Jesus für dich getan hat am Kreuz von Golgatha, wo er deine, meine, ja die Schuld der ganzen Welt auf sich genommen hat, damit wir wieder mit Gott in Gemeinschaft leben können. Dagegen ist alles was du erreichen kannst nichts. Versteh mich nicht falsch. Du hast sicher schon viel erreicht. Aber es ist viel mehr wert, Gemeinschaft mit Gott zu haben. Das musste ich auch erst lernen.

Das mit der Finsternis und dem Licht, das ist ein Bild. Finsternis steht für Gottesferne, in der jeder ist, der keine Gemeinschaft mit Gott hat, auch wenn er oder sie wie du in der Lichtstadt wohnt oder LED-Strahler hat. Das wunderbare Licht steht für die Nähe und Gemeinschaft mit Gott. Du kannst mal im 2. Buch Mose im Kapitel 34 nachlesen, wie Moses Gesicht strahlte, wenn er aus dem Zelt der Begegnung mit Gott kam. Das Licht meinte ich damit. Jesus hat außerdem mal von sich selbst gesagt: „ Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis [also Gottesferne], sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Johannes 8,12) Du sollst also Gott loben, der seinen Sohn Jesus zu uns auf die Erde gesandt hat und durch Jesu Tod und Auferstehung für uns den Weg zu Gott, zur ewigen Gemeinschaft mit Gott freigemacht hat. Das haben wir damals ewiges Leben genannt.

Gott liebt dich so sehr, dass er sich absolut für dich entschieden hat. Entscheidend ist jetzt nur, wie du auf sein Angebot reagierst. Du musst dich jetzt auch absolut entscheiden. Dann kannst du ewiges Leben haben. Und wenn du das machst, dann gibt es im Himmel wieder eine große Party und alle freuen sich über ein neugeborenes Kind Gottes (vgl. Lukas 15,7).

Und wenn du dich entscheidest, dann haben wir im Himmel viel Zeit miteinander und können uns persönlich kennen lernen. Also man sieht sich im Himmel!

Shalom

Petrus

(D.Schmidt)

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Monatsspruch März

Jesus Christus spricht: Wie mich der Vater geliebt hat, so habe ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe!

(Johannes 15,9)

Was für eine Aufforderung: Bleibt in meiner Liebe! Wie oft sehnen wir Menschen uns nach Liebe. Was tun wir nicht alles, um von den Menschen in unserem Umfeld anerkannt und geliebt zu sein. Jeder sehnt sich auf seine ganz persönliche Art nach Liebe. Und doch gehen wir in vielen Situationen oft so lieblos miteinander um. Da scheint Jesu Aufforderung genau in unseren, oft so lieblosen Alltag zu sprechen: Kommt zu mir und holt euch die Liebe bei mir ab! Das Angebot Jesu steht, jetzt liegt es an uns selbst, hinzugehen und uns mit Jesu Liebe beschenken zu lassen. Und die Erfahrung zeigt, wir werden nicht enttäuscht, Jesus gibt gern und reichlich.

Wie toll ist es, Menschen zu erleben, die sich dieser Liebe gewiss sind. Menschen, die wissen, egal was um und über mich gesagt wird, ich bin ein geliebtes Kind Gottes. So jemand strahlt Liebe aus – fast wie Jesus. Doch auch er liebt uns nicht aus sich selbst heraus. Auch er hat sich seinen Liebesvorrat erst beim Vater füllen lassen. Nachdem er die übergroße Liebe Gottes bekommen hat, möchte er uns weitergeben von dieser Liebe. Denn er weiß, wie sehr wir Menschen uns nach echter Liebe sehnen.

Ich wünsche uns, dass wir immer mehr von Jesus lernen: Dass wir zu ihm hingehen, uns mit Liebe füllen lassen. Damit wir Menschen werden, die als geliebte Kinder Gottes in dieser Welt ein Stück dieser Liebe wiederspiegeln können.

(M. Mitschke)

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Monatsspruch Februar

Wenn ihr beten wollt und ihr habt einem anderen etwas vorzuwerfen, dann vergebt ihm, damit auch euer Vater im Himmel euch eure Verfehlungen vergibt.

(Markus 11,25)

Jemandem zu vergeben ist nicht immer eine der leichtesten Übungen. Egal wie nah oder fern uns diese Person steht, es ist immer eine Herausforderung, demjenigen entgegenzukommen und ihm das Unrecht zu vergeben, das einem widerfahren ist. Oft steht uns dabei unser eigener Stolz im Weg.

Es gibt aber gleichwohl gute Gründe, warum wir unserem Mitmenschen entgegenkommen sollten. Ein Grund wird in dem Monatsspruch genannt. Der Groll gegenüber einem anderen steht letztendlich zwischen uns und Gott. Wie sollen wir die Vergebung Gottes für unsere Schuld annehmen, wenn wir selbst anderen nicht vergeben können?

An dieser Stelle muss man auch immer bedenken, dass man nicht besser ist als der Mensch, der nun gerade uns gegenüber schuldig geworden ist. Wir sind genauso an anderer Stelle fehlerhaft. Daher brauchen auch wir immer wieder von neuem die Vergebung von Gott.

Der Vers zeigt auch, wie gut unser Vater im Himmel die Menschen kennt. Wenn wir Ärger und Wut in uns reinfressen, schadet das am Ende immer uns selbst. Jene Person gewinnt im Grunde ein zweites Mal über uns, da diese auch noch im Nachhinein Einfluss auf uns hat. Daher fordert Gott uns auf, mit den Menschen ins Reine zu kommen, die sich uns gegenüber falsch verhalten haben. So haben wir die Chance, die Beziehung zu der Person wieder aufzubauen, gleichzeitig befreit Gott uns von der Last der Schuld.

(D. Josenhans)

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Monatsspruch Januar

Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.

 (Timotheus 1, 7)

Gerade zum Anfang eines neuen Jahres kann einem manchmal ganz schön Angst und Bange werden angesichts der anstehenden Herausforderungen: Werde ich das große Examen schaffen, einen neuen Job finden, es schaffen mit dem Rauchen aufzuhören, allein im Ausland oder der ersten eigenen Wohnung klarkommen, die Krankheit in mir besiegen? Begleiten von der leisen Stimme „Und wenn nicht?“ helfen da oft auch keine guten Vorsätze mehr sich von der aufkeimende Panik zu beruhigen.

Mitten in diese Sorgen spricht der Monatsspruch für Januar hinein und will uns aus unseren problemorientierten Gedanken reißen. Denn Gott ist gerade in den Schwachen, ja in unserer persönlichen Schwachheit, mächtig – das verheißt er uns immer wieder in seinem Wort, der Bibel (z.B. 2. Korinther 12,9 oder Psalm 146). Denn er kann uns mit seinen lösungsorientierten Gedanken füllen: Gott gibt Kraft – ihm und seiner Allmacht zu vertrauen; Liebe – unsere Mitmenschen und uns selbst aus seinen liebenden Augen zu sehen, die weit mehr als das Äußerliche und Offensichtliche wahrnehmen; und Besonnenheit – die richtigen Entscheidungen zum passenden Zeitpunkt zu treffen. Lassen wir uns im neuen Jahr von Gottes gutem, starkem Geist verändern und gebrauchen?

(G.Kuhl)

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Monatsspruch Dezember

Jauchzet, ihr Himmel; freue dich, Erde! Lobet, ihr Berge, mit Jauchzen! Denn der HERR hat sein Volk getröstet und erbarmt sich seiner Elenden.

(Jesaja 49,13)

Die Adventszeit hat begonnen und überall bereitet man sich auf Weihnachten vor. Auf ein Fest im Kreise der Familie, das durch Harmonie und Frieden bestimmt ist. So heißt es zumindest in vielen, überall erschallenden Weihnachtsliedern. Doch wenn man genauer hinsieht, herrscht in so vielen Familien kein Friede, Krieg und Terror bilden an so vielen Stellen das Gesprächsthema Nummer eins. Da ist der viel besungene Weihnachtsfriede weit entfernt.

Aus einer ähnlichen Situation stammt dieser Vers. Doch auch damals, vor fast 3000 Jahren, war die Welt kein heiler Fleck, wo es allen gut ging. Auch damals gehörten Auseinandersetzungen und Kriege zum Alltag. Und genau in so einem Alltag kommt die Aufforderung, sich zu freuen und Gott zu loben. Und warum? Weil er über allem steht und weil er die Menschen trösten und wieder aufbauen will. Ja, viel mehr, er hat es schon getan. Das ist ein Grund zum Jubeln, nicht nur für die Israeliten damals.

Doch dann stellt sich für uns heute schnell die Frage: Wo ist Gott heute? Sieht er die vielen Elenden nicht mehr, die Erbarmen und Trost brauchen? Vielleicht fragst du dich auch ganz persönlich: Warum soll ich Gott denn loben? Wahrscheinlich sind diese Fragen hier sehr berechtigt. Aber dann darf man auf der anderen Seite auch die Frage stellen: Rechnen wir mit Gottes Erbarmen? Fragen wir ihn überhaupt, ob er in unsere Zeit eingreifen will? – Eine Zeit, die voller Probleme in der Welt, aber auch in meinem Alltag ist. Wollen wir ihn überhaupt loben oder nörgeln wir nur über alles, was wir nicht haben?

Ich bin mir ziemlich sicher, dass Gott sich auch nicht freut, wenn wir leiden müssen. Denn er möchte auch heute noch uns Menschen trösten und uns aus unserem Elend befreien. Dazu ist er vor 2000 Jahren selbst auf diese Erde gekommen – extra, um dich zu befreien. Er möchte, dass jeder mehr als genug Grund zum Freuen und Loben hat.

Nehmen wir uns doch auch in der Adventszeit wieder einmal die Zeit dafür, Gott zu loben. Er hat uns seinen Sohn geschickt, um uns zu befreien, und er möchte uns auch heute mit seinem Erbarmen beistehen. Singen wir die Weihnachtslieder mit einem bewussten Blick auf unseren großen Gott, dem aller Lobpreis zusteht. Doch vergessen wir bei allem Bestreben nach einer besinnlichen Weihnachtszeit die nicht, die gerade nicht in Frieden leben – im Gebet oder ganz praktisch. Denn unser großer Gott möchte sich aller erbarmen.

(M. Mitschke)

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